Holzarbeiten Matías Hermansen
 

EIN LEBEN FUER DIE KUNST

Schon seit langer Zeit ist die Familie Hermansen - die daenische Wurzeln hat - Teil der Geschichte von Maitencillo. Der Familienname „Hermansen“ heisst woertlich uebersetzt "Hermans Sohn“.

Als Erster kam Christian Hermansen nach Chile, er war Seemann und verliebte sich auf einer seiner Reisen in den Sueden in Juana Vergara. Ihr Sohn Robinson heiratete Blanca Duchamp, und beide folgten dem Rat einiger guter Freunde, die ihnen von einem wunderschoenen Fischerort an Chiles Zentralkueste vorschwaermten, und die dem Paar empfahlen, genau dort Land zu kaufen. 1910 taten sie es von etwas Geld, das sie geerbt hatten.

Nach einer sehr anstrengenden Reise von Santiago, zunaechst mit dem Zug zur Station Palos Quemados in Catapilco und dann zu Pferd durch Quebrada Aguas Claras, trafen Robinson, seine Frau und ihre drei kleinen Kinder Blanchette, Juan und Emilio in Maitencillo ein.

Emilio liebte Maitencillo, er war der Natur und den einfachen Dingen verbunden. Seine Schulbildung erhielt er an der Manuel de Salas–Schule in Santiago, und insgesamt lebte er ein sehr kreatives und intellektuell erfuelltes Leben. Spaeter studierte er Zeichnen an der Hochschule der Schoenen Kuenste in Santiago, bekam ein Stipendium aus den Vereinigten Staaten, um das Handwerk der Kunst-Restaurierung zu erlernen und baute sich durch eine Reihe von Ausstellungen eine Karriere als Maler auf. Seine Kunstwerke waren von der Zeit, in der er lebte, beeinflusst, sie waren abstrakt.

Bis 1975 war er ausserdem als Direktor fuer Licht- und Buehnendesign am Stadttheater, dem Teatro Municipal von Santiago, taetig, dem wichtigsten Theater des Landes. Trotz seiner hochkuenstlerischen Erfahrung sah er sich immer eher als Handwerker denn als Kuenstler. Seine Erziehung und kuenstlerische Vision haben den Look seines Anwesens gepraegt. Obwohl eher introviertiert, besass Emilio eine charismatische Persoenlichkeit und war stets sehr leidenschaftlich hinsichtlich seiner Ideen und Projekte.

In seiner fortwaehrenden Suche nach Frieden und Ruhe, entschloss er sich 1950, mit seinen eigenen Haenden eine Cabaña in Maitencillo zu bauen. Doch nach einer Cabaña war lange noch nicht Schluss, und mit der Hilfe seiner Frau (die Erste Ballerina am Santiagoer Teatro Municipal war) hielt diese Leidenschaft bis zu seinem Tod im Jahr 1986 an – als er ganze zwoelf Cabañas und eine grosse „Maitenciller“ Familie hinterliess. Emilio hatte drei Toechter und zwei Soehne, die meisten von ihnen leben in Maitencillo, zusammen mit ihren zwoelf Enkelkindern.


 

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